Besonders die Kompakt-SUV und die Modelle auf Kleinwagenbasis haben diesem Fahrzeugtyp zum Durchbruch verholfen. Der Boom der hochbeinigen Vehikel dürfte auch künftig anhalten.

Denn die Hersteller haben dank hoher Nachfrage und Wachstumsperspektiven mit zahlreichen neuen SUV- und Geländewagen-Modellen nachgelegt, um in diesem Marktsegment gegenüber der Konkurrenz nicht unterrepräsentiert zu sein. Trotz der guten Verkaufszahlen scheint dies sogar erst der Beginn einer positiven Entwicklung zu sein. Dafür sprechen auch die verschiedenen Crossovermodelle, zum Beispiel mit Coupé-Formen.

Neue Modelle lockern zudem den Zielkonflikt zwischen SUV und Nachhaltigkeit auf: Denn letztere spielt natürlich in der Car Policy der Flottenmanager eine wichtige Rolle. SUV der neuen Generation sind leichter, preisgünstiger und effizienter. Dank ausgefeilter Aerodynamik, effizienter Motoren, intelligenter Vierradantriebe und rollwiderstandsärmeren Reifen erreichen sie längst das Niveau einer Mittelklasselimousine.

In Sachen Wertverlust, der größte Kostenfaktor beim Neuwagenverkauf, sind die beliebten SUV sogar Restwertkönige. Zwar sind sie bei den gewerblich genutzten Fahrzeugen noch deutlich unterrepräsentiert. Aber die Fahrzeuge sind nun mal in und das Lieblingsauto der Deutschen. Und da der Dienstwagen einen enormen Einfluss auf die Mitarbeitermotivation hat, steigert ein SUV die Attraktivität des Arbeitgebers. Daher sind die inzwischen massenkompatibleren Sports Utility Vehicles auch im Fuhrpark auf dem Vormarsch. Am SUV-Boom kommen Flottenmanager kaum vorbei. 

Weitere Trends im Fuhrpark 2018

Applikationen

Auch in Deutschland halten Apps verstärkt im Fuhrpark Einzug. In erster Linie bieten sie Zeitersparnis für den Nutzer des Dienstfahrzeugs. Fuhrparkmanager nutzen sie zum Beispiel gern für Warnmeldungen zum Zustand des Fahrzeuges und als Erinnerungshilfe für Termine zur Wartung. Interessant ist für die Flottenchefs aber auch der Fernzugriff auf Fahrzeugdaten und die Überwachung der Mobilitätsausgaben der Unternehmensmitarbeiter.

Alternative Mobilität

Je größer das Unternehmen, desto stärker ist auch die Bereitschaft, auf eine mögliche Alternative zum klassischen Verbrennungsmotor zu setzen. In Frage kommen dann vor allem Hybrid- oder Elektroantriebe. Der Dienstwagen ist zwar für viele Mitarbeiter nach wie vor wichtig. Auch der Arbeitgeber nutzt ihn gern als Belohnung. Dennoch kommen immer mehr neue Modelle in Frage – wie Carsharing, Fahrgemeinschaften oder Mobilitätsbudgets beziehungsweise -karten.

Telematik

Noch ist Telematik in Deutschland weniger verbreitet als in Europa. Dennoch nutzen auch hierzulande gerade größere Firmen mit großem Fuhrpark diese Technologie verstärkt. Ein Grund ist vor allem die Fahrzeugortung, die eine perfekte Disposition der Autos ermöglicht und damit gleichzeitig die Fuhrparkkosten senkt. Interessant ist für viele zudem die Reduzierung des Kraftstoffes durch Überwachung des Fahrverhaltens der Kollegen auf ihrer Dienstreise. Auch die Anzahl der Anbieter für Telematikdienste mit Ganz- oder Teillösungen ist gewachsen.

Leasing

Immer mehr Fuhrparkmanager vertrauen auf ein Leasing mit Kilometervertrag. Das ermöglicht ihnen mehr Flexibilität bei der Gestaltung des jeweiligen Kontraktes. Zudem lassen sich administrative Strukturen des Flottenmanagements auf diese Weise outsourcen und verschlanken. Denn Leasinganbieter haben verstärkt zusätzliche Dienstleistungen wie Wartungs- und Reifenservices, Online-Reporting-Tools und damit noch mehr messbare Einsparungspotentiale im Portfolio.

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