Das stellt hohe Anforderungen an die Verantwortlichen, die sich einem immer differenzierteren Markt mit teils neuen Angeboten, neuen Anbietern und neuen Mobilitätskonzepten gegenüber sehen. Diese durchaus als komplex und schwer durchschaubar zu bezeichnende Entwicklung erfordert gut vorbereitete  Entscheidungen. Deshalb sind unabhängige Experten wie Medien und Verbände wichtig, die mit Studien Fuhrparkthemen transparenter machen, Qualitätsstandards entwickeln und so durch ihre Arbeit wertvolle Orientierung geben.

Langfristig wird nicht das "Drehmoment" von Fahrzeugen von hoher Bedetung sein sondern vielmehr die Menge an Daten, die ein Fahrzeug nutzbringend pro Zeiteinheit verarbeiten kann.

So zeigen die aktuellsten Studien des Verbands markenunabhängiger Fuhrparkmanagementgesellschaften e. V. (VMF) gemeinsam mit den Fraunhofer Instituten IML bzw. IAIS zum „Flottenmarkt der Zukunft“ (2016) sowie zu den „Entwicklungen im Bereich Telematik“ (2015), dass sich alle Fuhrpark- und Mobilitätstrends in die drei großen Bereiche Sicherheit, Wirtschaftlichkeit & Umwelt sowie erweiterte Mobilität aufgrund von Wertewandel einordnen lassen.

Beim Thema Sicherheit stehen Telematik-Anwendungen und Fahrerservices im Mittelpunkt – Reifendruck-Kontroll-, e-Call- oder Fahrerassistenzsysteme. Bis zum Jahr 2020 sollen 90 Prozent der Fahrzeuge mit entsprechenden Telematik-Plattformen ausgerüstet sein, aktuell sind es zehn Prozent. Mit dem Plus an Sicherheit steigen auch die Kosten, was sich gegenläufig auf die Wirtschaftlichkeit auswirkt.

Der Anschaffungspreis eines Neufahrzeugs ist seit 1996 um mehr als 10.000 Euro gestiegen (VMF Zukunftsstudie, Fraunhofer IML/Effect Plus 2016, DAT Report 2015). Tendenz weiter steigend. Gleichsam ist es bei den Wartungs- und Reparaturkosten. Mit zusätzlichen Features wie eingebauten Fensterkameras, Verkehrsdichtemessungen, und vieles mehr ähneln moderne Autos fahrenden Kommunikationszentralen, mit steigenden Unterhaltskosten, wenn man die daraus entstehenden Vorteile nicht konsequent nutzt. Dank der Telematik und neuer Services werden Fuhrparks künftig besser steuerbar, ausgelasteter und damit effizienter sein.

Und auch die Umwelt profitiert von den Entwicklungen: Leichtbauweise und kleinere Motorisierungen bzw. alternative Antriebe sollen u. a. aufgrund der EU-Vorgaben zur Senkung der CO2-Grenze auf 95g CO2/km ab 2020 beitragen. Das entspricht bspw. einem durchschnittlichen Dieselverbrauch von 3,6 l/100km. In diesem Zuge muss die Car Policy ökologisch-ökonomisch ausgerichtet werden und künftig neben der Modell- auch eine Antriebsvielfalt bereithalten, die zusätzlich neuen, komplexen Restwertrisiken Rechnung trägt. Deswegen und wegen der hohen Anschaffungskosten wird sich der Trend weg vom Kauf und hin zum Leasing weiter verstärken.

Der dritte wichtige Bereich ist eine bedarfsflexible Mobilität, bedingt durch den Wertewandel und den Punkten aus dem Themenfeld „Wirtschaftlichkeit & Umwelt“. Wer zudem auf der Höhe der Zeit sein will, kommt an verkehrsmittelübergreifenden Mobilitätskonzepten nicht vorbei.

Die Car Policy erweitert sich zur Mobilitätsstrategie und muss den Bedarf der Mitarbeiter sowie die Wirtschaftlichkeitsanforderungen der Organisation auf einen gemeinsamen Nenner bringen – und dabei die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben sicherstellen. Geeignete Partner für Fahrzeugbeschaffung, -finanzierung und Fuhrparkmanagement müssen ausgewählt werden. Eine herstellerunabhängige Beratung, professionelle Reporting- und Controlling-Werkzeuge und ein fundiertes Know-how sind dabei die Basis, um den Fuhrpark anforderungsgerecht zu steuern und jederzeit optimal auszulasten.