Laut Kraftfahrt-Bundesamt lagen die meisten Neuzulassungen im vergangenen Jahr zwar mit 26,5 Prozent bei der Kompaktklasse. Am stärksten gewachsen ist jedoch das Segment des SUV mit 20,6 Prozent. Es gibt kaum ein Automobilunternehmen, das heute auf das „Sport Utility Vehicle“ verzichtet. Denn für seinen Erfolg sind nicht nur die Käufer, sondern gleichzeitig auch die Händler verantwortlich.

Es verkauft sich blendend, verspricht höhere Margen und erhöht die Markenpräsenz auf den Straßen. Das Angebot ist in den vergangenen Jahren parallel zum Aufstieg deshalb fast explodiert. Das SUV hat sich währenddessen vom Geländewagen inzwischen in jeder Hinsicht entfernt. Gefahren wird damit weniger in freier Natur, sondern auf Asphalt.

Beim Motorenprogramm stellen die Hersteller zum Beispiel von maximaler Zugkraft auf minimalen Verbrauch um. Denn zwischenzeitlich hatte der Erfolg des SUV ein wenig unter dem schlechten Image eines Spritfressers gelitten. Eine Antwort darauf sind der neue Titel „Crossover“ und der Verzicht auf den serienmäßigen Allradantrieb. Einige SUVs haben nur Frontantrieb, anspruchsvollere arbeiten mit variabler Kraftverteilung. Das verbessert die Verbrauchswerte.

Schließlich reicht ein Blick auf die Physik der nicht gerade windschnittigen Vehikel und schon der Laie erkennt, dass die höheren, breiteren Karossen einen größeren Luftwiderstand verzeichnen. Wer da die gleiche Geschwindigkeit wie beim Pkw erzielen möchte, muss zwingend mehr Leistung haben. Ein hohes Tempo in Autobahnkurven ist daher nicht unbedingt die Domäne der SUVs. Genauso wenig das Parken in Städten.

Die zahlreichen Fans stört das dagegen nicht. Sie freuen sich über die vielen Vorteile, die das SUV als trendiges Statussymbol und praktischer Alltagsbegleiter bietet.
Allein schon wegen ihrer Größe haben diese Fahrzeuge ein repräsentativeres Äußeres. Selbst die kompakteren Modelle profitieren vom Nimbus des trendigen Lifestyle-Wagens, und ihre Besitzer gehen gern mit der automobilen Mode. SUVs strahlen die Freude am Abenteuer aus. Aber auch an der Abgrenzung zu den konventionellen Fahrzeugen, die der Nachbar vor der Tür stehen hat.

In Sachen Karosserie-Design ist der alte Geländewagen modisch immer weniger Vorbild, auch der Innenraum wird wohnlicher. Den Erfolg macht also die Kombination aus: Moderne SUVs sind in der Regel eleganter und sportlicher als Geländewagen, wegen Unterfahrschutz, Beplankung und höherer Bodenfreiheit kommen sie jedoch robust daher.  

Onroad ist der eigentliche Offroader zudem kein Verkehrshindernis mehr: Die neuen Kraftpakete haben eine höhere Leistung wegen kräftigerer Drehmomente. Dank moderner elektronischer Regelsysteme reagieren sie bis in den Grenzbereich ähnlich sicher wie leichtere Pkw. Servolenkungen ermöglichen mit leichter Getriebeautomatik exaktes Rangieren ohne Muskelkraft, hinzu kommen raffinierte Einparksysteme.

Die Sitzposition durch die erhöhte Bodenfreiheit ermöglicht ein Hineingleiten in das Fahrzeug. Dieser einfachere Zustieg ist auch für die zunehmend älter werdende Generation von Autokäufern praktisch. Das Einsteigen fordert weniger Verrenkungen. Es ist vergleichbar mit dem Einnehmen eines Sitzes in höherer Position, mit der man ein klein wenig auf andere Verkehrsteilnehmer herabblickt.

Viele Fahrer empfinden es dabei auch als angenehm, dass sie einen besseren Überblick haben – der Blick reicht weit über das Verkehrsgeschehen nach vorne. Fahrer fühlen sich deshalb in ihrem SUV zu Recht sicherer und geschützt wie in einer festen Burg.


Im kultigen Design

 

Interview mit Kare Neegaard zum neuen Trend der Crossover-Fahrzeuge.

"Der Fiat 500X gehört mit seinem klassisch italienischen Design und dem klaren Gesicht und Elementen des Fiat 500 zu den Hinguckern im Segment der Crossover. Gepaart mit der neuesten Technik im Hinblick auf Motoren und Sicherheit, ist er eines der attraktivsten Fahrzeuge auf dem Markt.

Das komplette Interview lesen Sie hier