Auf der Internetseite der Initiative der Bundesregierung „Schaufenster Elektromobilität“ heißt es, Elektromobilität habe viele Facetten. Welche?

Elektromobilität ist viel mehr als nur ein Auto mit einer Batterie. Bei der Förderung von Forschung und Entwicklung haben wir die gesamte Mobilitätskette und auch alle Verkehrsträger im Blick – neben Pkw und Nutzfahrzeugen übrigens auch Fahrräder, Schiffe und die Schienenbahnen und Busse.

Bis zum Jahr 2020 sollen mindestens eine Million und bis 2030 sechs Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Wie wollen Sie dies realisieren?

Mit unserem Elektromobilitätsgesetz schaffen wird einen attraktiven Rahmen, um der Elektromobilität einen kräftigen Schub zu geben.

Unser Maßnahmenpaket soll dazu beitragen, dass der Erwerb eines Elektroautos für den Besitzer mit zusätzlichen Vorteilen verbunden ist. Keine Kaufprämien, aber Maßnahmen, die die Akzeptanz für E-Fahrzeuge erhöhen.

Daneben unterstützen wir weiter die Forschung und Entwicklung. Wichtig ist aber auch, dass ein Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos entsteht, damit diese Fahrzeuge für die breite Masse der Bevölkerung auch erschwinglich werden. Das geht nur, wenn die öffentliche Hand mit gutem Vorbild voranschreitet. Da sind Bund, Länder und Kommunen gefordert. Ich fahre übrigens einen i3 als Dienstwagen in Berlin.

Und abschließend: Wie sehen Ihre Pläne beim Thema Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen aus?

In den Modellregionen und Schaufenstern haben wir konkrete Projekte für den Wirtschaftsverkehr auf den Weg gebracht. Das geht von Müllfahrzeugen in Berlin über Hubfahrzeuge am Frankfurter Flughafen bis hin zu Kleintransportern in der City-Logistik. UPS und die Deutsche Post nutzen die leisen und sauberen E-Fahrzeuge zum Beispiel bereits sehr erfolgreich. Mit unserem Elektromobilitätsgesetz wollen wir weitere Nutzeranreize setzen zum Beispiel Zufahrtsverbote aufheben. Eine attraktive Maßnahme für den Wirtschaftsverkehr wie Kurierdienste.