Fast fünf Millionen Berufstätige waren laut einer Statista-Studie im Jahr 2014 häufig im Rahmen von Dienstreisen unterwegs. Auch die Zahl der Pendler wächst beständig. Um ganze elf Prozent höher lag ihr Anteil 2012 im Vergleich zu 2004.

Kein Wunder, dass das Thema Mobilität für Unternehmen einen so großen Stellenwert einnimmt. Und Unternehmen haben allen Grund, die Mobilität ihrer Mitarbeiter weiter zu fördern, denn die Reisezeit wird mehr und mehr auch produktiv genutzt. Laut einer Untersuchung von Hewlett-Packard gaben 50 Prozent der Befragten an, mindestens die Hälfte ihrer Reisezeit mit Arbeit zu verbringen. 93 Prozent aller Geschäftsleute schließen ihre Vorbereitungen für anstehende Termine während der Anreise ab. Und 56 Prozent der von Hewlett-Packard Befragten gaben sogar an, unterwegs ihre besten Ideen zu haben und besonders kreativ zu sein.

Die Zukunft der Arbeit ist mobil

Fakt ist: Auch die moderne Arbeitswelt an sich wird zunehmend mobil und das betrifft längst nicht mehr nur Consultants oder Vertreter. Immer mehr Firmen arbeiten dezentral und setzen ihre Mitarbeiter an verschiedenen Standorten ein. Dafür steht oft ein eigener Firmenwagen zur Verfügung. Immer häufiger jedoch wird auch im unternehmerischen Bereich auf Car-Sharing-Konzepte zurückgegriffen und auf flexible Mobilitätslösungen, die von Bahnnutzung über Nahverkehrsangebote bis hin zum Fahrrad reichen.

Auch wenn der Koordinationsaufwand komplex ist – die Flexibilität zahlt sich aus. Im immer dichter werdenden Stadt- und Pendelverkehr verlieren Autofahrer sehr viel Zeit. Bis zu 76 Stunden, Jahr für Jahr, stehen Berufstätige beispielsweise in der Kölner Innenstadt im Stau. Wer will da nicht manchmal auf U-Bahn oder Rad ausweichen?

Grün auf der Überholspur

Neben der wachsenden Flexibilität der Mobilitätslösungen prognostiziert der Deutsche Geschäftsreiseverband VDR bis zum Jahr 2020 noch einen weiteren Trend: Die Geschäftsreise von morgen wird grün. Sie berücksichtigt die Demografie des Reisenden und bezieht auch alternative Verkehrsmittel mit ein. Umweltschonende Alternativen wie eMobility sollen in Zukunft weiter zum Einsatz kommen und gefördert werden.

Hat die klassische Firmenflotte ausgedient?

Firmenflotten, wie wir sie seit langem kennen, befinden sich derzeit in einem Wandel. Immer mehr Unternehmen stellen ihr Fuhrparkmanagement auf moderne Lösungen um. Das Angebot wird flexibler und nachhaltiger. Und dennoch ist der klassische Dienstwagen nicht wegzudenken.

Noch immer gilt das eigene Dienstfahrzeug als Anreiz und Incentive Nummer Eins, wenn es darum geht, Fachkräfte zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden. Die Unternehmensmobilität wird sich jedoch stetig weiterentwickeln und mit den technischen Möglichkeiten wachsen. Vernetzte Fahrzeuge erkennen autonom, wo gerade ein Parkplatz frei ist und welche Strecke am schnellsten und ohne Stau zum Ziel führt.

Darüber hinaus wird Unternehmensmobilität auch zunehmend individuell. Ein Firmenwagen ist nicht in jeder Situation das Fahrzeug, das einen Mitarbeiter  effizient zum Ziel bringt. Unternehmen haben das erkannt und lassen vielfach ihren Mitarbeitern selbst die Wahl, wann sie den Zug und wann sie das eigene Fahrzeug nutzen, oder wann Car-Sharing Lösungen oder das Rad die in dem Moment für sie richtige Alternative sind.

Shared Economy

Im Rahmen von Car-Sharing bieten zukunftsorientierte Unternehmen ihren Mitarbeitern schon heute die Möglichkeit, Fahrzeuge online und via App zu buchen. Dank RFID-Chip lassen sich diese ganz einfach schlüssellos öffnen und starten. Das erleichtert die Logistik auf beiden Seiten, für den Nutzer, wie auch für das Fuhrpark-Management. Recht neu ist, dass solche Dienste vielfach nicht nur für Geschäftsreisen angeboten werden, sondern für die Mitarbeiter auch privat verfügbar sind, gegen Entgelt.

Das ist nicht nur für die Mitarbeiter attraktiv, sondern zahlt sich auch für Unternehmen aus; oft genug lassen sich so teure Mietwagen und Taxifahrten ersetzen. Auch wird die Auslastung der Fahrzeuge optimiert, was die Kosteneffizienz erhöht. Vom großen Benefit zufriedener Mitarbeiter ganz zu schweigen.

Mobilitätsmanagement per App

Auch Mobilitätsmanagement selbst wird sich verändern. Um Prozesse abzubilden und effektiv zu gestalten, werden Flottenmanager durch intelligente Tools für die gesamte Prozesskette, von der Planung über die Abrechnung bis hin zur Evaluation, von beratenden Mobilitätsdienstleistern unterstützt. Dies ist kein Szenario der fernen Zukunft, sondern heute schon Realität.


„Fuhrparkmanagement wird zum Mobilitätsmanagement“

Immer mehr Unternehmen, Behörden und öffentliche Einrichtungen stellen Effizienz und Nachhaltigkeit in den Fokus ihrer Philosophie – und beziehen dabei auch ihren Fuhrpark mit ein. Uwe Hildinger, Leiter Vertrieb und Marketing beim Business Mobility-Anbieter Alphabet, erklärt, welche Mobilitätslösungen sich dafür eignen.

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