Experte Dr. Olav Bagusat zum Thema

Was macht Firmenwagen für die Bereiche Mitarbeitergewinnung und -bindung so interessant?

Wir beobachten, dass eine Dienstwagennutzung als Bestandteil des Gehalts beziehungsweise der Gehaltsumwandlung stetig zunimmt und ein wichtiges Instrument der Mitarbeiterrekrutierung und -motivation für Unternehmen darstellt. Einhergehend wird der Berechtigtenkreis der Dienstwagenfahrer größer. Zahlreiche Flottenbetreiber nutzen Teile ihres Fahrzeugparks, um ihren Mitarbeitern je nach Hierarchiestufe Wahl- und Zuzahlungsmöglichkeiten für ihr Dienstfahrzeug anzubieten und sie somit an sich zu binden.

Unternehmensspezifische Höchstgrenzen in Bezug auf Listenpreis oder Leasingrate sind dabei die Regel. Die Marke Volkswagen profitiert maßgeblich von dieser Entwicklung, denn dank unserer Produktrange bilden wir eine große Bandbreite an Kundenbedürfnissen ab.

Wie hat sich die Nachfrage verändert? Welchen Stellenwert nehmen heute Merkmale wie Sicherheit und Gesundheit ein? Welche Rolle spielen Kosten?

Nachfragestrukturen verändern sich in der Regel langsam. Die klassischen Entscheidungsmuster im Fuhrparkmanagement werden weiterhin von TCO-Betrachtungen, Risikoprozess- und Finanzierungsüberlegungen bestimmt. Gleichzeitig beobachten wir, dass die Gesundheit und Gesunderhaltung der Mitarbeiter zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die steigende Nachfrage zum Beispiel nach besonders rückenfreundlichen ergoActive-Sitzen ist ein Anzeichen für diese Entwicklung.

Die verstärkte Nachfrage nach weiteren Sicherheitsoptionen, die den Fahrer im Alltagsfahrbetrieb unterstützen und entlasten, ist für uns ein weiterer Indikator. Hier stehen Fahrerassistenzsysteme wie ACC, Lane-, Side-, Emergency- oder Stau-Assist im Bereich der User-Chooser-Fahrzeuge zunehmend im Fokus.

Thema Nachhaltigkeit: Welche Anforderungen werden hier an modernes Fuhrparkmanagement gestellt?

Modernes Fuhrparkmanagement orientiert sich stets an den Bedürfnissen des Kunden. Dabei dominieren TCO-Betrachtungen weiterhin das Fuhrparkgeschäft; Restwert, Kraftstoffverbräuche, Versicherungsklassen sowie Wartung und Verschleißangebote entscheiden maßgeblich über den Erwerb. Gleichzeitig gewinnen CO2-Klassen stetig an Bedeutung. So werden unternehmensspezifische CO2-Ziele schon heute auf Kundenseite vorgegeben.

Die Vor- und Nachteile der E-Mobilität im Fuhrparkmanagement sachlich zu bewerten und die Praktikabilität im realen Flottenkontext zu prüfen, entwickelt sich vor diesem Hintergrund zum Trend. Wir freuen uns, dass insbesondere unsere Fahrzeugangebote im Bereich der E-Mobilität wie e-up! und e-Golf in der täglichen Praxis überzeugen.

Experte Saban Tekedereli zum Thema

Welche Rolle spielen künftig moderne, zukunftsorientierte Antriebe im Flottengeschäft?

Eine sehr große. Im Vergleich zum Diesel schlägt die Stunde des Hybrids, wenn Sie viel im Stadtbereich, auf Umgehungsstraßen und Zubringerautobahnen unterwegs sind. Nicht nur in den reinen Kraftstoffkosten, auch in Wartung und Verschleiß ist der Hybridantrieb konkurrenzlos günstig. Vollhybride spielen gerade im Stadtverkehr ihre Stärken aus. Denn sie sparen Sprit, senken Kosten und laufen zuverlässig.

Dank der geringsten CO2-Emissionen ist Hybridfahren auch gut für die Umwelt und das Image des Unternehmens. Ein anderes Thema sind Brennstoffzellenfahrzeuge. Viele ihrer Komponenten basieren auf den Bausteinen des Hybridantriebs. Für Fuhrparkschefs mit diesen Wagen hat die Zukunft damit schon begonnen.

Was ist Kunden bei der Einrichtung ihres Fuhrparks generell wichtig?

Über den Erfolg eines Fuhrparks entscheiden vor allem die Betriebskosten. Effizienz, Sparsamkeit und Zuverlässigkeit senken mit sparsamen Auto-Modellen die laufenden Betriebskosten. Auf der anderen Seite muss die Mobilität rundum abgesichert sein. Um sich auf ihr Tagesgeschäft zu konzentrieren, müssen sich Flottenbetreiber stets auf ihren Fuhrpark verlassen können.

Maßgeschneiderte Leasing- und Versicherungsangebote erhalten diesbezüglich die finanziellen Freiräume. Von diesen Vorteilen wollen alle Gewerbekunden profitieren - ob kleiner oder mittelgroßer Fuhrpark, Kurier- oder Pflegedienst, Carsharer, Baufirma, Behörde, Taxiunternehmen oder die Geschäftsführung mit ihrem Firmenwagen.

Welche besonderen Services schätzen Kunden, die Firmenflotten betreiben, nach Ihrer Erfahrung?

Nach meiner Erfahrung sind Lösungen wichtig, die optimal auf die jeweilige Firma und ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Zum Beispiel benötigt ein Taxiunternehmen eine Kfz-Versicherung, die eine unproblematische, schnelle Schadenabwicklung möglich macht. Mitversichert sind dann Fahrzeug- und Zubehörteile, aber ebenso die Beschädigung von Kundeneigentum. Möglich muss der Einschluss von Eigenkollisionsschäden im Straßenverkehr sein, während auf den Einwand grober Fahrlässigkeit verzichtet wird.

Beim Leasing ist zum Beispiel ein Kilometerleasing mit individuell auswählbaren Servicebausteinen in einer monatlichen Rate spannend. Das schützt den Kunden vor ungeplanten Zusatzkosten durch Verschleißreparaturen. Geschäftskunden sollten aber auch Bausteine wie Sommerreifen oder eine Kfz-Versicherung hinzubuchen können.