Es gibt Leute an der Spitze von Organisationen, denen ist ihr Dienstwagen egal. Zum Beispiel Papst Franziskus, der im wohl bekanntesten “Firmenfahrzeug” der Welt herumkutschiert - dem Papamobil. Oder eben auch nicht.

Denn in ihm fühle er sich wie in einer “Sardinenbüchse” und könne die Menschen nicht begrüßen. Er verzichtet deshalb gern mal auf die spezielle Panzerung und bevorzugt offene Fahrten. Dennoch ist sein Dienstwagen schon lange orginell. Und liegt damit im Trend. Denn Mitarbeiter und Chefs von Firmen wollen viel mehr als früher das eigene Profil auch durch die Wahl ihres Firmenwagens schärfen. Natürlich haben das auch die Dienstleister auf der Anbieterseite gemerkt - und reagieren mit entsprechenden Nischenangeboten.

Zwar dominieren nach wie vor die klassischen Luxuslimousinen. Den Unterschied machte hier allerdings bisher meistens die jeweils andere Ausstattung. Inzwischen will man sich jedoch gleich mit der gesamten Karosserie vom Anderen abgrenzen. Verstärkt werden daher zum Beispiel auch Geländewagen oder SUVs nachgefragt.

Wer’s noch origineller mag, entscheidet sich dann am besten für einen eleganten Oldtimer. Selbst für diese klassischen Autos gibt es nämlich bei Leasinggesellschaften inzwischen einen Markt. In der Regel eignet sich dieses Geschäftsmodell jedoch nur für Selbständige, die auch die steuerlichen Vorteile nutzen können.

Gerade Mitarbeiter der Führungsetage wollen jedoch auch ihrer Vorbildfunktion und deshalb Themen wie Umweltschutz und Kostenbewusstsein gerecht werden. Nicht selten wird daher auf ein paar Zylinder unter der Haube verzichtet. Oder man setzt auf einen klassischen Kompromiss und entscheidet sich für umweltfreundliche Edellimousien mit Hybrid- oder konventionellem Spritsparantrieb.

Unter die Motorhauben des politischen Spitzenpersonals wirft diesbezüglich gern die Deutsche Umwelthilfe (DUH) einen Blick. In ihrer neunten Umfrage befragte die DUH Bundesminister und ihre Staatssekretäre sowie die Ministerpräsidenten und ihre Landesminister. Danach fährt nur jeder fünfte Spitzenpolitiker klimaverträglich.

Neben den Ländern Hamburg und Bremen hält allerding mit Rheinland-Pfalz erstmals auch das Kabinett eines Flächenlands den EU-Grenzwert für CO2 ein. Positiv bewertet die DUH außerdem, dass die Bundesminister keine extremen Spritschlucker mehr nutzen. Allerdings fährt auch kein Kabinettsmitglied mit gutem Beispiel voran.

Den Entwicklungen im gesamten Fuhrpark widmet sich die Studie “CVO Fuhrpark-Barometer 2015”, bei der in diesem Jahr 3.632 Fuhrparkentscheider in zwölf europäischen Ländern befragt wurden, davon 301 in Deutschland. Danach setzt sich der langjährige Trend vom Kauf hin zum Leasing mit Kilometer- oder Restwertvertrag weiterhin durch.

Waren es 2014 noch 26 Prozent, so sind es 2015 bereits 29 Prozent der befragten Unternehmen, die zum Beispiel auf Leasing mit Kilometervertrag setzen – ein aktueller Höchstwert. Leasing ist so erstmals Hauptfinanzierungsmethode im Fuhrpark, während der Autokauf im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozentpunkte auf 40 Prozent fällt.

Was das Flottenwachstum betrifft, blicken die Fuhrparkverantwortlichen durchaus zuversichtlich in die Zukunft. Der Optimismus wächst mit der Unternehmensgröße: Während bei den kleinen Unternehmen mit bis zu neun Mitarbeitern nur fünf Prozent der Meinung sind, dass die Gesamtzahl ihrer Firmenfahrzeuge zunehmen wird, sind es bei den Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern bereits 22 Prozent, durchweg mehr als im Vorjahr.