Täglich werden 15.000 Blutspenden in Deutschland benötigt, um Leben zu retten. Aber nicht nur die Produktion, Lagerung und Transfusion dieses sehr sensiblen Gutes unterliegen strengen Richtlinien. Auch sein Transport benötigt höchste Sicherheits- und Qualitätsanforderungen: Da geht es nicht nur um eine schnelle Lieferung, sondern auch um die optimale Kühlung.

Lebensrettende Transporte

Vor dieser Herausforderung stand ein bayerisches Unternehmen, das sich auf den medizinisch korrekten Transport spezialisiert hat und über bundesweite Standorte, 13 Fahrzeuge und 40 Mitarbeiter verfügt. Diese transportieren die temperaturempfindlichen Präparate, wickeln täglich 80 Aufträge für Pharmaunternehmen, Kliniken, Krankenhäuser oder auch Blutspendedienste ab und sorgen so dafür, dass die lebensrettenden Produkte rechtzeitig beim Kunden ankommen. Deutschlandweit werden zudem Patienten mit ihrer Eigenblutspende vom Heimatort zum operierenden Krankenhaus transportiert.

Besseres Management

Diesem boomenden Geschäft und den hohen Qualitätsanforderungen musste das Unternehmen gerecht werden und entschied sich daher für eine professionelle Lösung mit M2M-Kommunikation: 2011 führte es eine Flottenmanagementlösung ein, die in allen Fahrzeugen im Betrieb sein sollte und gleichzeitig an dieses sehr spezielle medizinische Geschäft  angepasst werden musste.

Fakten

  1. Eine Flottenmanagementlösung unterstützt die Fuhrparkverwaltung beim Tagesgeschäft und hilft, die Kosten nachhaltig zu senken. Sie sollte intuitiv und einfach zu bedienen sein.
  2. Geht man von ein bis zwei Rechnungsbelegen pro Fahrzeug und Woche aus, so entstehen pro Jahr zwischen 50 und 100 Rechnungen je Fahrzeug. Um Fuhrparkdaten schnell und sicher verarbeiten zu können, sind Schnittstellen erforderlich. Diese sorgen dafür, dass beispielsweise Tankdaten rasch in die Fuhrparksoftware eingelesen werden können.
  3. Empfehlenswert sind auch Funktionen wie eine Terminverwaltung, Schadensabwicklung, Bußgeldverwaltung, Vertragsübersichten, Dokumentenverwaltung und Laufleistungsanalysen. Wer Poolfahrzeuge verwaltet, für den kann auch ein Belegungsplan sehr vorteilhaft sein, um den Überblick zu behalten.

Perfektes Controlling

Der Vorteil: Mit der Flottenmanagementlösung wird inzwischen die Kühlkette immer aufrecht erhalten, weil sie dauerhaft überwacht wird. Denn die verschiedenen Produkte müssen stets unterschiedlich temperiert werden, so dass bei einem gleichzeitigen Transport dieser unterschiedlichen Waren alle Fahrzeuge mit mehreren Kühl- beziehungsweise Heizanlagen ausgestattet sind, die sich wiederum auf Temperaturen von Minus 30 bis Plus 30 Grad regulieren lassen.

Zuvor hatte lediglich ein Messgerät, ein so genannter Datenlogger, in einem Fünfminutenrhythmus die Temperatur an den Fahrer übermittelt. Der nutzte diese dann als Kühlkettennachweis und fertigte darauf basierend mühsam ein Transportprotokoll. Dank der neuen Lösung druckt er einen solchen Report schnell und einfach aus. Zudem kann die Temperatur im Fahrzeug nun jederzeit und vor allem von überall aus kontrolliert beziehungsweise ausgelesen werden: Das Management kann über eine Online-Plattform in Echtzeit auf sämtliche Fahrzeugdaten zugreifen. Und die Kühlberichte und damit der Nachweis der Kühlkette werden schnell und unkompliziert an die Kunden übermittelt.

Support aus der Zentrale

Hinzu kommt: Die Disponenten in der Zentrale benötigen keine Ortskenntnis mehr, um die Abwicklung zu planen oder die Fahrer zu dirigieren. Über die Kontrolle und Messung der Temperatur hinaus hat das Unternehmen nun auch begonnen, die Fahrzeuge zu tracken. Jetzt müssen die Fahrer nicht mehr telefonisch nach ihrem jeweiligen Standort befragt werden, sondern der Disponent kann diesen ganz bequem vom Büro aus erkennen.