Firmenwagen sind nicht nur ein wichtiges Marktsegment für die deutsche Automobilindustrie, sondern auch ein entscheidender Stellhebel zur Senkung der CO2-Emissionen. Seit Anfang 2008 hat sich der CO2-Wert von neu zugelassenen Firmenwagen in Deutschland um 36 Gramm pro Kilometer reduziert. In den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres lag die CO2-Emission von Firmenwagen bei 134,9 Gramm und damit nur noch knapp über dem Durchschnitt aller Pkw-Neuzulassungen. Jeder Fuhrparkmanager schaut auf die Kosten und damit auf den Spritverbrauch.

Unsere Hersteller bieten heute 982 Modelle auf dem deutschen Markt an, die bis zu 130 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Davon bleiben 619 Modelle sogar unter 120 Gramm CO2. Mit diesen Effizienzsteigerungen ist die deutsche Automobilindustrie Vorreiter beim Klimaschutz.

„Wir haben bei der CO2-Reduktion schon viel erreicht, vor allem mit der Optimierung der klassischen Antriebe. “

Wir haben bei der CO2-Reduktion schon viel erreicht, vor allem mit der Optimierung der klassischen Antriebe. Wir können diese Erfolge aber nicht beliebig fortsetzen. Wir werden beim Verbrennungsmotor in nicht allzu ferner Zukunft die Grenzen dessen erreichen, was technisch machbar ist. Das Elektroauto ist ein Weg, um den CO2-Ausstoß weiter zu senken.

2014 ist das Angebot von Elektroautos auf deutschen Straßen erheblich erweitert worden. Noch ist der Markt klein, aber er verbucht hohe Zuwachsraten. Im Gesamtjahr 2014 werden die Neuzulassungszahlen von Elektroautos erstmals fünfstellig sein. Bis Ende des Jahres werden die deutschen Hersteller 17 Serienmodelle auf den Markt gebracht haben, 2015 folgen weitere zwölf. Nach internationalem Ranking sind wir damit weltweit als Leitanbieter vorn.

Beim Thema Leitmarkt gibt es aber noch erheblichen Verbesserungsbedarf. Alle wissen, dass eine Million Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2020 ein anspruchsvolles Ziel ist. Es ist erreichbar, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Der erste Teil des Elektromobilitätsgesetzes, dass das Kabinett im September beschlossen hat, ist ein wichtiger Schritt. Weitere müssen folgen.

Gerade für gewerbliche Flotten kann sich der Einsatz von Elektroautos schon heute rechnen. Wir sind überzeugt, dass die Elektromobilität im Flotteneinsatz viel Sinn ergibt: In einer Flotte aus Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und Elektrofahrzeugen lassen sich die Vorteile eines jeweiligen Antriebskonzepts ideal nutzen.

Gerade Fuhrparkmanager wissen, dass der Anschaffungspreis nur ein Mosaikstein in der Kette der Gesamtkosten ist. Über die gesamte Nutzungsdauer können Elektrofahrzeuge im Vergleich zu konventionellen Pkw eine spannende Alternative sein, weil ihre Nutzungskosten deutlich niedriger sind. Und bei der Frage nach der Ladeinfrastruktur können gewerbliche Flotten das Betriebsgelände nutzen.

Ein weiteres Thema gewinnt immer mehr an Bedeutung: die Vernetzung. Zahlreiche intelligente Assistenzsysteme verfolgen das Ziel, Autofahren noch sicherer und komfortabler zu machen. Die Zukunft liegt in der Vernetzung der Fahrzeuge untereinander, mit der Infrastruktur und dem Internet. Künftig werden wir in Echtzeit vor Unfällen gewarnt, können Staus umfahren, Fahrzeiten verkürzen und so Umweltressourcen sparen. Gerade für gewerbliche Fuhrparks können dadurch Kosten gesenkt und die Effizienz gesteigert werden.

Die deutsche Automobilindustrie arbeitet mit großem Engagement daran, dass Mobilität und Klimaschutz weiterhin vereinbar bleiben. Effiziente Firmenwagen sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg in unsere mobile Zukunft.