Laut Kraftfahrtbundesamt stieg die Zahl der Autogas-Fahrzeuge hierzulande von 30.000 im Jahr 2004 auf über 455.000 zum Januar 2012. Dabei profitiert neben dem Budget auch die Umwelt. Bei Autogasbetrieb sinken die CO2-Emissionen gegenüber benzinbetriebenen Fahrzeugen um bis zu 15 Prozent. Noch bis Ende 2018 wird ein niedrigerer Energiesteuersatz erhoben, der dem Treibstoff einen klaren Preisvorteil gegenüber herkömmlichen Kraftstoffen verschafft.

Während der Preis für einen Liter Super-Benzin aktuell bei rund 165 Cent liegt, kann der Liter Autogas bereits für die Hälfte abgegeben werden. Somit ist Autogas weit günstiger als konventionelle Kraftstoffe, und das auch dann noch, wenn man einen Mehrverbrauch von rund 15 Prozent zugrunde legt. Darüber hinaus muss für ein mit Autogas betriebenes Fahrzeug weniger CO2-Steuer gezahlt werden, hochgerechnet auf eine größere Flotte ergeben sich so schnell erhebliche Posten.

Die Mischung macht’s

Um das Einsparpotential von Autogas voll ausschöpfen zu können, sollte man beim Tanken auf das optimale Mischungsverhältnis des Kraftstoffs achten. Obwohl eine europäische Norm die Zusammensetzung von LPG (Liquefied Petroleum Gas) regelt, ist das Verhältnis der beiden wichtigsten Inhaltsstoffe nicht ausdrücklich gesetzlich geregelt.

Butan hat einen höheren Energiegehalt als Propan und ist auch teurer. Bei einigen Anbietern ist aus diesem Grund der Butangehalt des Kraftstoffs niedriger, was zu größerem Verbrauch und geringerer Reichweite führt. Auch saisonale Gegebenheiten erfordern eine Anpassung der Kraftstoffzusammensetzung. Während in der wärmeren Jahreszeit das optimale Mischungsverhältnis bei 40 Prozent Propan und 60 Prozent Butan liegt, ist das ideale Verhältnis in den kälteren Monaten genau umgekehrt, da sonst der nötige Dampfdruck nicht erreicht wird. Wann immer möglich, sollten Verbraucher beim Tanken auf Anbieter mit garantiertem Mischungsverhältnis zurückgreifen. Und einem unbeschwerten Fahrvergnügen steht nichts im Weg.