Wie wird die private Dienstwagennutzung geregelt?

Wenn der Arbeitnehmer seinen Dienstwagen privat nutzen möchte, muss dies im Arbeitsvertrag oder einer Zusatzvereinbarung vermerkt sein. Ein wichtiger Unterschied ist hier, ob die private Nutzung uneingeschränkt oder nur eingeschränkt möglich ist.

Eingeschränkt werden kann die Nutzung zum Beispiel zeitlich, örtlich oder mit einem bestimmten Limit – viele Leasingverträge haben zum Beispiel eine Kilometerbegrenzung.

Welche steuerliche Regelung ist zu beachten?

Nutzt man als Selbständiger den Firmenwagen auch für private Zwecke, gilt dies als geldwerter Vorteil, auf den Einkommenssteuer zu zahlen ist.

Dafür stellt das Finanzamt zwei Varianten zur Auswahl: Bei der Ein-Prozent-Regelung wird der Neupreis des Firmenwagens zugrunde gelegt und monatlich ein Prozent dieses Werts als geldwerter Vorteil angerechnet.

Hinzu kommt eventuell noch die Fahrt vom Wohnort zur Arbeit. Die Alternative ist ein lückenloses Fahrtenbuch.

Wer zahlt bei Unfällen?

Wird der Dienstwagen beschädigt, greifen die Regeln des innerbetrieblichen Schadenausgleichs. Der Arbeitnehmer haftet danach grundsätzlich nicht, wenn das Fahrzeug ohne sein Verschulden beschädigt wird. Ebenfalls nicht bei einer leichten Fahrlässigkeit.

Bei einer normalen Fahrlässigkeit sollte der Schaden – immer je nach Einzelfall – zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgeteilt werden. Bei grober Fahrlässigkeit haftet der Arbeitnehmer hingegen voll.

Ist leasen oder kaufen vorteilhafter?

Vor der Entscheidung lohnt ein Blick auf die anfallenden Steuerkosten beziehungsweise auf die Vermögensart des Fahrzeugs.

Oft ist es günstiger, wenn der Pkw zum Privatvermögen gehört und man die auf die betriebliche Nutzung entfallenen Kosten als Betriebsausgabe geltend macht.

Freiberufler und Selbständige wiederum müssen für ihren Firmen-Dienstwagen selbst bei minimaler privater Nutzung einen jährlichen Korrekturbetrag bezahlen.